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Regionale Köstlichkeiten aus Nordrhein-Westfalen
Von A wie Aachener Printen über W wie Westfälischen Knochenschinken bis Z wie Zuckerrübenkraut hat Nordrhein-Westfalen ein sehr appetitliches Alphabet zu bieten. Der Nordrhein-Westfalen Tourismus e.V. und die Marketing-Kooperation "NRW kulinarisch" haben in manchen Topf, Kessel oder Backstube heimischer Betriebe geschaut und dabei einzigartige Köstlichkeiten und zahlreiche Reiseanreize für Genießer entdeckt. Hier ein paar Kostproben:
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| ...aus der Region Aachen |
Gewissermaßen als Aachener Wahrzeichen werden die Aachener Printen von Gästen aus nah und fern geschätzt. Sie ist so einzigartig, daß sie sogar durch EU-Recht vor Nachahmung geschützt ist.
In zahlreichen duftenden Variationen wird sie z.B. auch im Hause Nobis gebacken (www.nobis-printen.de). Dabei hält sich der moderne Bäcker noch heute mit Ehrfurcht und Stolz an die köstliche Familientradition, die jetzt schon über 100 Jahre lang gepflegt wird. "Auf die Zusammenstellung kommt's an und natürlich auch auf den Sinn für das Überlieferte" sagt Josef Nobis, wenn Mehl, Zuckersirup, Honig, Kandis und Pottasche mit edlen Gewürzen wie Zimt, Koriander, Kardamon, Piment, Nelken und vielen anderen eine feine Verbindung eingehen. Das genaue Rezept versteht sich wird treulich geheimgehalten
Das "Gebildbrot", wie es aufgrund der phantasievollen Gestaltung genannt wurde, erhielt den international bekannten Namen "Printe" nach der Notwendigkeit, den Teig in besagte Form zu "drücken" (englisch und niederländisch heißt "print" drücken).
Gruppen, die mehr über das "Nationalgebäck" der Aachener erfahren möchten, können beim aachen tourist service die Themenführung "Süßes Aachen" zum Preis von 70 Euro pro Gruppe buchen. Nach Abstechern zu einer Printenbäckerei und zur Wiege der Schokoladenindustrie in Aachens ältester Apotheke im Couven-Museum endet die Tour mit einem Besuch im traditionsreichen Kaffeehaus, wo es Kostproben der berühmten Aachener Printen gibt (Tel.: 0241/1802960, www.aachen-tourist.de). |
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| ...aus der Eifel |
Ob "Heusüppchen mit Lammmettwurst" oder die "Lammrolle gefüllt mit Steinpilzen" - im Jahr des Weidelamms widmeten die Spitzenköche der "Eifel Selektion" den Tieren, die schon immer zu den Heidelandschaften, Bergwiesen und Talauen der Eifel gehören, besondere Kreationen. Aber auch unabhängig von Themenjahren stehen die Betriebe für originelle eifeltypische Küche. Und unter dem Signet "Regionalmarke Eifel" werden heute 200 verschiedene Qualitätsprodukte von Schinken und Wurst bis zu Eiern und Edelbränden angeboten (Tel.: 06551/98109-0 www.regionalmarke-eifel.de).
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Im Nachbarort Monschau dagegen will manch einer seinen Senf dazu geben. Schließlich bietet die 100 Jahre alte Monschauer Senfmühle Sorten für jeden Geschmack. Die ursprünglich über ein Wasserrad angetriebene Mühle arbeitet heute noch mit einer alten Transmission und kann besichtigt werden (Tel.: 02472/2245, www.senfmuehle.de). |
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| ...aus dem Bergischen Land |
Das Bergische Land ist eine Region mit einer vielfältigen und artenreichen Kulturlandschaft. Diese zu erhalten, helfen ganz besonders die Landwirte mit. Denn sie erhalten Hecken und Magerwiesen, pflegen die Obstwiesen und halten alte Viehrassen. Viele von ihnen arbeiten Naturschutz orientiert. Unter dem Siegel bergisch pur vermarkten die Bauern, Metzger und Käsereien ihre Produkte.
Die Produktpalette der Regionalmarke umfasst Rindfleisch, Lammfleisch, Forellen, Käse- und Milchprodukte, Eier, Honig, Obst- und Obstprodukte, Apfelsaft von Streuobstwiesen, Mineralwasser und Wildbret.
Bergisch pur-Produkte werden nach strengen Kriterien hergestellt. Im Vordergrund stehen die artgerechte Tierhaltung und der Verbraucherschutz. So sind die Futtermittel für Rinder und Schafe beispielsweise genau ausgewählt und vorgeschrieben, der Weidegang für die Tiere Pflicht. All dies wird von unabhängigen Kontrollinstituten regelmäßig überprüft. (mehr) .
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| ...aus Teutoburger Wald |
Bier gehört übrigens auch zu den fünf "westfälischen Grundnahrungsmitteln", zusammen mit Brot, Käse, Schinken und Schnaps. Im "Westfalen Culinarium" in Nieheim können Besucher seit 2006 auf nur einer kleinen Straße in vier Erlebnismuseen die gesamte kulinarische Vielfalt Westfalens erleben, so etwa im Westfälischen Bier- und Schnapsmuseum, im Deutschen Käsemuseum oder im Westfälischen Schinkenmuseum. Hier können Besucher Deutschlands einzige Schweineparade auf dem Laufsteg erleben oder einen Blick in eine echte Räucherkammer werfen. Im Museumsrestaurant wird die gesamte Vielfalt westfälischer Küche serviert - vom Apfelkuchen bis zum Pfefferpotthast (www.westfalen-culinarium.de).
Einer anderen westfälischen Spezialität widmet die Bielefeld Marketing GmbH eine Gruppenpauschale: Beim "Pickert-Diplom" lernen kleine oder große Feinschmecker, wie man die traditionellen Kartoffelhefepfannkuchen herstellt und womit man sie kombiniert (Tel.: 0521/516999, www.bielefeld.de).
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Auch die Lemgoer Strohsemmel ist eine kulinarische Besonderheit. Es ist das wohl bekannteste Gebäck Lippes. Einer alten Überlieferung zufolge wurde das Rezept von einem unbekannten Bäckergesellen und Soldaten nach Lippe gebracht. Der junge Mann soll am napoleonischen Krieg in Rußland teilgenommen haben, und während seines Einsatzes dort, habe er die Semmeln als Proviant für die Truppe gebacken. Nach alter russischer Sitte wurden die Hefeteigstücke vor dem Backen überbrüht, was die lange Haltbarkeit gewährleistete. Abgebacken wurden die Semmeln in Ermangelung eines Backbleches auf einer Lage Roggenstroh. Dieser Bäckergeselle kam nun auf seiner Wanderung nach Horn. Zum Glück gelang es dort einem Bäckermeister, ihm das Rezept abzuluchsen und so die Herstellungsrechte für Lemgo zu erwerben. Die beliebte Strohsemmel, die wegen ihrer "Abgebrühtheit" besonders lange haltbar ist, wird sogar bis Amerika verschickt, als Trostpflaster für heimwehkranke Lemgoer. Man isst sie mit lippischer Mettwurst, Schinken, Honig, Marmeladen oder mit Butter pur .... |
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| ...aus dem Münsterland |
Und was wäre Westfalen ohne Pumpernickel, dem Schwarzbrot mit dem leicht süßlichen Geschmack? Bei der Führung von Stattreisen Münster "Ecce panis westphalorum!" (Seht das Brot der Westfalen) können sich Gruppen auf eine kulinarisch-kulturelle Zeitreise begeben und erfahren etwa, dass Pumpernickel schon während der Verhandlungen zum Westfälischen Frieden eine Rolle gespielt haben (Tel.: 0251/4140 333, www.stattreisen-muenster.de). Weitere Angebote aus dem Münsterland gibt es auf der Homepage www.so-schmeckt-das-Muensterland.de.
Tipp: Unter dem Motto „Fusion der Sinne“ verbindet das „Chalet“ im münstrerländischen Ochtrup Evolution & Tradition und setzt die traditionelle westfälische Küche neu in Szene. Im Rahmen der Aktion „So schmeckt das Münsterland - .....im Sommer!“ kombiniert der Küchenchef eine Vielzahl leckerer „Bodenschätze“ und regionaler Genüsse. Probieren Sie doch mal die „Schwarzbrot-Lasagne - der „mediterrane Westfale“ mit Serrano-Schinken, Kräuterquark, getrockneten Tomaten & Radieschenbutter....
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Freunde des Westfälischen Schinkens finden auch auf der Homepage www.schinkenland-westfalen.de Tipps und Anregungen.
Herstellung mit Tradition Schon im 12. Jahrhundert wurde der Westfälische Knochenschinken nachweislich im rheinischen Köln, einem der wichtigsten Märkte im Mittelalter, als Spezialität feilgeboten. Ein weiteres, überraschendes Zeugnis findet sich in der Kirche St. Maria zur Wiese in Soest: Ein Glasgemälde über dem Nordportal aus der Zeit um 1500 n. Chr. zeigt das "Westfälische Abendmahl". Schon Goethe bemerkte: "Statt des Osterlamms liegt ein Schinken auf dem Tisch...", aber auch Schwarzbrot, Bier und Korn sind zu erahnen. Mit Recht darf also behauptet werden, dass das sogenannte "Westfälische Frühstück" auf eine lange Tradition zurückblicken kann. |
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| ...aus Köln und Düsseldorf |
Die heimliche Hauptstadt des Bieres aber ist wohl Köln, denn kaum eine andere Stadt in Deutschland weist so viele Brauereien auf. Von der dank EU-Geoschutz regional begrenzten Spezialität Kölsch werden derzeit rund um Köln 31 Marken ausgeschenkt. Wer mehr über das Obergärige, über Köbes, Pittermännchen oder Kölschen Kaviar erfahren möchte, der ist bei der zweistündigen "Kölschtour" von KölnTourismus genau richtig (Tel.: 0221/221-30400, www.koelntourismus.de).
Dem Traditionsgericht "Himmel un Ähd" (Himmel und Erde) und anderen Genüssen widmet der Verein Düsseldorfer Stadtführer einen kulinarisch-historischen Rundgang. Die gleichnamige Führung erzählt von Fischern, Bauern, Bäckern und Brauern. Dabei kriegen die Teilnehmer auch ihren Senf weg, denn sie können den "aechten Düsseldorfer Mostert" kosten. Bei einem "bierernsten" Bummel durch die Altstadtgassen hingegen erfahren Interessierte mehr über das Düsseldorfer Altbier und besuchen eine typische Hausbrauerei (Tel.: 0177/4283548, www.duesseldorfer-stadtfuehrer.de). |
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| ...aus dem Siegerland-Wittgenstein |
Die Region Siegerland-Wittgenstein verfügt ebenfalls über ein Gütesiegel für Genießer: Unter dem Motto "Zwischen Rubens und Landluft" will eine Vereinigung von Gastronomen, Bäckereien und Metzgereien Appetit auf regionale Spitzenprodukte machen. Konkrete Tipps sind im Gastronomieführer "Regionales angerichtet und aufgetischt" zusammengefasst, der beim Touristikverband Siegerland-Wittgenstein bestellt werden kann (Tel.: 0271/3331020, www.siegen-wittgenstein.de). Kleine Kostproben finden Interessierte im regionalen Produktkorb, den das Hotel Pfeffermühle mit Spitzenprodukten heimischer Lieferanten gefüllt hat, darunter auch eine Rubenskugel, Berleburger Entenbrust oder Backes-Bier.
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Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Schließlich gibt es da noch den Walbecker Spargel vom Niederrhein (www.walbeck.net) oder den Rheinischen Zuckerrübensirup aus der Region Bonn (www.sg-zuckerruebensirup.de) sowie zahlreiche kulinarische Routen und Kooperationen wie etwa die NRW-Käseroute, die mit Nieheimer Käse oder Märkischer Hotte Appetit macht (www.kaeseroute-nrw.de), die Spargelstraße (www.spargelstrasse-nrw.de) oder die NaturGenussRoute für Radler (www.naturgenussroute.de). Mehr Anregungen finden Sie auch in unserem kulinarischen Kalender sowie in der Rezeptesammlung.
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| Kulinarische Routen in NRW |
Wege zum Genuss - von der Spargelstraße bis zur Moor-Köche-Route
Noch bis zum 24. Juni steht das "weiße Gold" wieder hoch im Kurs. Wer wissen will, wo man bis zum Ende der offiziellen Spargelsaison in NRW das gesunde Gemüse frisch kaufen kann, erhält auf der Spargelstraße NRW die richtige Orientierung. Auf der Internetseite finden Interessierte neben den Adressen der Spargelbauer diverse Rezepte und auch alles Wissenswerte rund um den heimischen Spargel, dazu Veranstaltungstipps sowie eine Übersicht über ausgewählte Restaurants, die Besonderes rum um das königliche Gemüse bieten (www.spargelstrasse-nrw.de).
Alles nur Käse? Aber bitte, was darf’s denn sein? Altbierkäse aus dem Münsterland, Bergischer Räucherkäse, Bööscher Ziegenkäse vom Niederrhein? NRW hat als Deutschland drittgrößtes Milchland nicht nur eine Menge regionaler Spezialitäten, sondern auch eine eigene Käseroute zu bieten. 26 Hofkäsereien haben sich zur Käseroute NRW zusammengeschlossen und lassen sich in Ställe und Töpfe schauen - so etwa der Erlebnisbauernhof Krewelshof im Bergischen Land mit seiner Schaukäserei oder die Hofkäserei Wellie in Fröndenberg, die mit Spezialitäten wie einem Möhrenkäse mit essbarer Pfefferkruste mit dem Namen "Der Schwatte" aufwartet (www.kaeseroute-nrw.de).
Wer bei soviel Leckerem auch auf die Linie achten will, der kann bei einer Radtour auf der NaturGenussRoute im Münsterland gleich ein paar Kalorien wieder abtrainieren. Auf der bisher einzigartigen Themenroute können Genießer auf insgesamt 160 Kilometern Gaumenfreuden aus der Region genießen und zugleich die schönsten Winkel des Münsterlandes per Rad entdecken. Die große Rundtour lässt sich in einzelne Tagestouren aufteilen, den Mittelpunkt der Route bildet Münster (www.naturgenussroute.de).
Dem "M" wie "mmmmmh" folgen Genießer im südlichen Teutoburger Wald. Die so ausgeschilderte 36 Kilometer lange Moor-Köche-Route bietet neben schönen Landschaften und eindrucksvollen Aussichten auch Einblicke in die regionale Küche. So bringen die Moor-Köche aus Horn-Bad Meinberg den Gästen nach dem Wandern das Thema Moor durch ihre kreativen Kochkünste nahe und verwöhnen sie mit kulinarischen Köstlichkeiten rund ums Moor. Ein Tagesprogramm kann für 19,80 Euro gebucht werden. Das Pauschalprogramm mit zwei Übernachtungen und Frühstück, zwei Verzehrgutscheinen im Wert von je 10 Euro, einem Leihfahrrad inklusive Transport zum Moor-Koch nach Wahl gibt es ab 98 Euro pro Person im Doppelzimmer. Weitere Infos gibt es unter der Buchungs-Hotline 05234 98903 (www.horn-badmeinberg.de).
Auf nur einer Straße können Genießer in Nieheim eine lange Tour durch die kulinarische Vielfalt Westfalens machen und Pumpernickel, süffiges Bürgerbier, edle Obstbrände, würzigen Schinken oder den berühmten Nieheimer Käse kosten. Das Westfalen Culinarium im historischen Ortskern der Ackerbürgerstadt widmet sich mit vier Erlebnismuseen den fünf "westfälischen Grundnahrungsmitteln". Wie Perlen auf einer Schnur sind hier das Westfälische Bier- und Schnapsmuseum, das Westfälische Brotmuseum, das Deutsche Käsemuseum, das Westfälische Schinkenmuseum und eine Schaukäserei aufgereiht (www.westfalen-culinarium.de).
Aber nicht nur im Westfälischen Schinkenmuseum hängt der Himmel voller Schinken. Wer also nach dem Besuch des Museums auf den Geschmack gekommen ist und nun wissen will, wo man das edelste Stück vom Schwein direkt vom Hersteller kaufen kann, der findet im Schinkenland Westfalen der Schutzgemeinschaft Westfälischer Knochenschinken zahlreiche Adressen (www.schinkenland-westfalen.de).
Wo viele Menschen leben und viel und hart arbeiten, wird auch viel gegessen und getrunken. Das gilt auch für das Ruhrgebiet, wo heute eine eigene Themenroute der "Route der Industriekultur" dem Thema "Brot, Korn und Bier" gewidmet ist. Auf der Route liegen rund 30 Standorte, darunter Brauereien, Brennereien, Mühlen, aber auch historische Firmensitze wie die ehemalige Zwiebackfabrik Brandt, das Deutsche Kochbuchmuseum und das Brauereimuseum Dortmund. An manchen Standorten, etwa im Westfälischen Freilichtmuseum in Hagen, haben die Besucher Gelegenheit, Produkte zu testen und zu genießen, die vor Ort hergestellt werden (www.route-industriekultur.de). |
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